Die Kunst des Miteinanders

Über den Jahreswechsel kommen wir oft in Berührung mit tieferen Lebensfragen. Was ist uns wirklich wichtig? Wie gestalten wir unser Leben, unsere Beziehungen und das Miteinander so, dass es ehrlich und erfüllend ist? Wie können wir unsere Herzen öffnen und klare Gegenüber sein?

Die Frage des Miteinanders ist auch entscheidend in unserer Zeit: wie kommen wir als Menschen in die Lage, unser Leben auf der Erde wirklich gemeinsam zu gestalten? Welche Drehungen braucht es, damit wir jeweils als einzelne, aber auch als Gruppen und Nationen miteinander kooperieren – zugunsten des Lebens von uns allen? Viele Fragen unserer komplexer werdenden Welt können nicht mehr von einzelnen beantwortet werden. Wir brauchen neue, tiefere Möglichkeiten der Zusammenarbeit und kollektive Weisheit.

Unsere Erfahrung zeigt, dass auch die Geschlechterliebe auf ganz andere Weise erblüht, wenn sie in einem bewussten Miteinander eingebettet ist. Liebe ist für uns eine soziale Kunst:
Als Künstler können wir gestalten, experimentieren, Fehler machen, Neues wagen. Wir können unser Umfeld so gestalten, dass andere Menschen um uns wissen, dass sie uns begleiten, bespiegeln, herausfordern und uns darauf hinweisen, wenn wir Fehler vermeiden könnten. In einem bewussten Miteinander können wir zu uns selbst und miteinander ehrlicher werden. Wir können in einer Gruppe Voraussetzungen dafür schaffen, die vielen Schichten des Menschseins differenzierter zu sehen. Wir erkennen z.B. den Einfluss der Kultur auf unser Selbstbild, auf unser Liebesbild, unser Verhältnis zu Sexualität usw. Kulturelle Prägungen können nur in einem entsprechend gestalteten neuen kulturellen Kontext erkannt und verändert werden.

Wenn wir die Liebe in diesem großen kulturellen Kontext sehen lernen, kommen wir in die Lage, den Basisbedürfnissen jedes Menschen, dem Wunsch nach Bindung und dem Wunsch Freiheit, neu zu erfüllen. Wir lernen, Intimität und Nähe zuzulassen und gleichzeitig Raum zu geben und freizulassen. Wir lernen Bedürfnisse und Gefühle wahrzunehmen und angemessen zu kommunizieren. Wir lernen, der Sexualität als einer positiven Lebenskraft einen kulturellen Platz zu geben. Wir lernen, die Entscheidungen zu erkennen, die unsere Liebe öffnen und stärken.

Dies ist visionär geschrieben. Auf dem Weg dahin kommen wir an vielen persönlichen und kollektiven Schatten vorbei. Wir begegnen den Wunden, die durch die Domestizierung wesentlicher Lebenskräfte entstanden sind. Auch hier ist die Aufgabe des Miteinanders, uns zu unterstützen, Wunden zu heilen, und Schatten zu erkennen und zu transformieren.

Wir brauchen eine Lebensweise, die den Kern dessen berührt, wie wir Liebe leben wollen. Dies führt weit über Beziehungen hinaus. Es führt uns zur Frage unseres Selbst-Bewusstseins und unserer Einbettung unter Menschen; es führt uns auch zu unserer Vertrauensfähigkeit und zu den Grundlagen für eine menschliche Kultur, die das Lebendige fördert. Die Beziehungsliebe in diesem großen Kontext zu verstehen und zu gestalten, ist ein Werk, das mich beglückt und inspiriert. Es beinhält die Vermittlung von Wissen, die Vernetzung von Menschen, den Aufbau von Gruppen und Gemeinschaften und kreative Kulturarbeit.

In mir lebt eine Vision und eine gelebte Erfahrung, wie Menschen sich in der zwischenmenschlichen, erotischen, politischen und spirituellen Liebe unterstützen. Dies ist die tiefste Friedenserfahrung, die ich kenne.

Hier unten findet ihr konkrete Möglichkeiten, an dieser Forschung teilzunehmen.

In Vorfreude auf gemeinsames Schaffen,
Dolores Richter

LIEBESKUNSTWERK mit Dolores Richter & Kolja Güldenberg
(alle Altersklassen)
LIEBESKUNSTWERK für junge Erwachsene (18-26 jährige)
LIEBESBILDER – LIEBESFORMEN für 27 – 41 jährige
Unsere „Liebeskunstwerke“ münden in Vernetzung und Aufbau von Strukturen vor Ort, so es gewünscht ist.

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