junges Liebeskunstwerk auf YOUTUBE mit Cynthia & Maeva

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Die Kunst des Miteinanders

Über den Jahreswechsel kommen wir oft in Berührung mit tieferen Lebensfragen. Was ist uns wirklich wichtig? Wie gestalten wir unser Leben, unsere Beziehungen und das Miteinander so, dass es ehrlich und erfüllend ist? Wie können wir unsere Herzen öffnen und klare Gegenüber sein?

Die Frage des Miteinanders ist auch entscheidend in unserer Zeit: wie kommen wir als Menschen in die Lage, unser Leben auf der Erde wirklich gemeinsam zu gestalten? Welche Drehungen braucht es, damit wir jeweils als einzelne, aber auch als Gruppen und Nationen miteinander kooperieren – zugunsten des Lebens von uns allen? Viele Fragen unserer komplexer werdenden Welt können nicht mehr von einzelnen beantwortet werden. Wir brauchen neue, tiefere Möglichkeiten der Zusammenarbeit und kollektive Weisheit.

Unsere Erfahrung zeigt, dass auch die Geschlechterliebe auf ganz andere Weise erblüht, wenn sie in einem bewussten Miteinander eingebettet ist. Liebe ist für uns eine soziale Kunst:
Als Künstler können wir gestalten, experimentieren, Fehler machen, Neues wagen. Wir können unser Umfeld so gestalten, dass andere Menschen um uns wissen, dass sie uns begleiten, bespiegeln, herausfordern und uns darauf hinweisen, wenn wir Fehler vermeiden könnten. In einem bewussten Miteinander können wir zu uns selbst und miteinander ehrlicher werden. Wir können in einer Gruppe Voraussetzungen dafür schaffen, die vielen Schichten des Menschseins differenzierter zu sehen. Wir erkennen z.B. den Einfluss der Kultur auf unser Selbstbild, auf unser Liebesbild, unser Verhältnis zu Sexualität usw. Kulturelle Prägungen können nur in einem entsprechend gestalteten neuen kulturellen Kontext erkannt und verändert werden.

Wenn wir die Liebe in diesem großen kulturellen Kontext sehen lernen, kommen wir in die Lage, den Basisbedürfnissen jedes Menschen, dem Wunsch nach Bindung und dem Wunsch Freiheit, neu zu erfüllen. Wir lernen, Intimität und Nähe zuzulassen und gleichzeitig Raum zu geben und freizulassen. Wir lernen Bedürfnisse und Gefühle wahrzunehmen und angemessen zu kommunizieren. Wir lernen, der Sexualität als einer positiven Lebenskraft einen kulturellen Platz zu geben. Wir lernen, die Entscheidungen zu erkennen, die unsere Liebe öffnen und stärken.

Dies ist visionär geschrieben. Auf dem Weg dahin kommen wir an vielen persönlichen und kollektiven Schatten vorbei. Wir begegnen den Wunden, die durch die Domestizierung wesentlicher Lebenskräfte entstanden sind. Auch hier ist die Aufgabe des Miteinanders, uns zu unterstützen, Wunden zu heilen, und Schatten zu erkennen und zu transformieren.

Wir brauchen eine Lebensweise, die den Kern dessen berührt, wie wir Liebe leben wollen. Dies führt weit über Beziehungen hinaus. Es führt uns zur Frage unseres Selbst-Bewusstseins und unserer Einbettung unter Menschen; es führt uns auch zu unserer Vertrauensfähigkeit und zu den Grundlagen für eine menschliche Kultur, die das Lebendige fördert. Die Beziehungsliebe in diesem großen Kontext zu verstehen und zu gestalten, ist ein Werk, das mich beglückt und inspiriert. Es beinhält die Vermittlung von Wissen, die Vernetzung von Menschen, den Aufbau von Gruppen und Gemeinschaften und kreative Kulturarbeit.

In mir lebt eine Vision und eine gelebte Erfahrung, wie Menschen sich in der zwischenmenschlichen, erotischen, politischen und spirituellen Liebe unterstützen. Dies ist die tiefste Friedenserfahrung, die ich kenne.

Hier unten findet ihr konkrete Möglichkeiten, an dieser Forschung teilzunehmen.

In Vorfreude auf gemeinsames Schaffen,
Dolores Richter

LIEBESKUNSTWERK mit Dolores Richter & Kolja Güldenberg
(alle Altersklassen)
LIEBESKUNSTWERK für junge Erwachsene (18-26 jährige)
LIEBESBILDER – LIEBESFORMEN für 27 – 41 jährige
Unsere „Liebeskunstwerke“ münden in Vernetzung und Aufbau von Strukturen vor Ort, so es gewünscht ist.

Kulturwandel Jetzt – von Kolja Güldenberg

Das Zegg ist ein lebendiges, gelebtes Gemeinschaftsexperiment mit 110 Erwachsenen und Kindern als BewohnerInnen. Es ist ein Ort des Lernens und der (inneren) Ausbildung.
Mit unserer Bildungsarbeit möchten wir zum gesellschaftlichen Kulturwandel beitragen und Impulse dafür setzen, dass Gemeinschaftsprojekte entstehen.

Klimawandel, Rechtspopulismus, Flüchtlingsströme: Wir leben in herausfordernden Zeiten.

Das kapitalistische Wirtschaftssystem und das dazugehörige Glaubenssystem des Mangels suggerieren uns, dass wir gegeneinander um knappe Ressourcen kämpfen müssen.
Ein paar Gewinner, viele Verlierer.
Der Verlust gemeinschaftlicher Strukturen, Vereinzelung und Überlebenskampf sind die Symptome einer über 500 jährigen Eroberungsgeschichte durch die patriarchal geprägten europäischen  Nationen.

Aber leben wir tatsächlich im Mangel auf diesem wunderschönen blauen und grünen Planeten?
Ist nicht vielmehr – wie Gandhi es so klar formuliert hat – genug für Jedermann da, nur nicht für Jedermanns Gier?
Können wir dieses falsche Glaubenssystem entlarven und verändern?

Jede Kultur hat ihre Mythen, wie der Aktivist und Autor Charles Eisenstein so treffend analysiert. Der Mythos des Mangels und des notwendigen Kampfes um Ressourcen funktioniert global für viel zu wenige.
Was also ist die neue Geschichte, die wir schreiben wollen?

Für mich hat diese neue Geschichte viel damit zu tun, einfach und gut leben zu lernen.
Mit weniger materiellen Dingen zufrieden zu sein, wirft uns auf unsere innere Zufriedenheit zurück: Erlebe ich Fülle in mir, auch ohne materielle Reize und Zuwendung von außen?
Wenn wir uns auf unsere echten Grundbedürfnisse zurück besinnen und uns in uns selber beheimaten, sind wir damit weniger käuflich.
So könnte Selbstliebe zu einer politischen Kraft werden, weil Menschen mit innerer Fülle viel weniger manipulierbar sind, klar sagen, was sie denken und selbstverantwortlich handeln.

Ein weiteres Kernthema ist die Frage unserer eigenen Liebes- und Beziehungsfähigkeit.
An ihr entscheidet sich häufig, ob wir an ein erfülltes Leben glauben oder resignieren und unser Herz so stark schützen, dass wir nur noch wenig fühlen.

„In jüngerer Zeit entwickelt sich ein neues Bewusstsein in der Liebe.

  • Wir können Liebe und Sexualität gestalten.
  • Wir können Beziehungsformen gestalten.
  • Liebe fällt uns nicht (nur) zu, wir können Liebe verstehen, annehmen und lernen.
  • Romantische Gefühle müssen ergänzt werden durch Verständigung, Empathie und klare Entscheidungen.
  • Mehr als den „richtigen“ Partner brauchen wir Selbstkenntnis, Kommunikationsfähigkeit und ein gutes Leben / eine sinnvolle Lebensführung.

Da Liebesbeziehungen heute deutlich weniger eingebettet sind in soziale Strukturen, ist der Erfüllungsdruck auf den jeweiligen Partner und die Beziehung sehr hoch. Viele Paare fühlen sich überfordert, da sie nicht nur Beziehung und Familie aufbauen, sondern auch die Frage nach Glück, Sinn, Heimat, Geborgenheit, Freiheit, Abwechslung, spirituelles Wachstum und berufliche Unterstützung über die Partnerschaft gefunden werden will.
Deshalb brauchen wir Lernwege, Liebesschulen, Orte, Gruppen, Gemeinschaften und Freunde, mit denen wir Bedingungen schaffen können für ein Gelingen der Liebe. Eine bewusste, ehrliche, zärtliche, dauerhafte und freiheitliche Möglichkeit, uns als Frauen und Männer und Liebende zu verstehen, zu begleiten, zu begehren, zu pflegen, zu streiten, uns beizustehen, uns zu versöhnen und zu lieben.“   (Dolores Richter, http://www.liebeskunstwerk.org)

Eine weitere Kernfrage in diesen turbulenten Zeiten des Wandels lautet:
Können wir ohne Verlust echter Individualität (die ja auch eine evolutionäre Errungenschaft bedeutet) wieder beziehungs- und gemeinschaftsfähig werden? Und sind wir bereit, uns auf ganz neue und radikale Gemeinschaftsexperimente einzulassen?

Denn Gemeinschaft ist ja einer der Grundzustände, die wir im Laufe der patriarchalen Geschichte verloren haben.

Für mich sind Erfolg versprechende Gemeinschaftsprojekte solche, in denen wir als ganzer Mensch hinein passen. Also mit unserer Berufung, mit unserer Liebessehnsucht, unserer politischen, spirituellen und erotischen Natur.

Echte Gemeinschaft unterstützt Individualität und integriert Vielfalt.
Im Alltag kann es sehr herausfordernd sein, mich in diese neue Beziehungsfähigkeit hinein zu entwickeln. Konflikte müssen ausgetragen und Grenzen kommuniziert werden, Bedürfnisse auf Augenhöhe ausgehandelt und Egos abgeschliffen.
Kommen wir drum herum? Ich denke nein.

Um uns tief mit unserer inneren Absicht und Motivation zu verbinden, haben wir als Gemeinschaft 2014 unsere hellen, konstruktiven Prinzipien gemeinsam extrahiert:
Transformation, Eros, anarchische Kooperation, Verbundenheit, Liebe, Eros und lebendiges Experiment sind kraftvolle Prinzipien, für die wir stehen.
Wir haben uns unter anderem das Ziel gesetzt, mit unserer Bildungsarbeit zu diesem tiefgreifenden Wandel beizutragen, indem wir Räume für lebendiges Lernen, Bewusstseinsentwicklung und persönliche Transformation kreieren. Damit wir Menschen von innen heraus fähig werden, eine nachhaltige Kultur zu gestalten.

Gemeinschaft ist das Abenteuer unserer Zeit. Und die größte Gemeinschaft ist unsere menschliche Familie. Schaffen wir es, miteinander und mit unserer Umwelt in Frieden zu leben oder fahren wir den Karren vor die Wand?

Wir freuen uns auf essentiellen Austausch und gemeinsames Forschen in einer turbulenten Zeit.
Herzlich Kolja Güldenberg

Kolja Güldenberg leitet im ZEGG gemeinsam mit Dolores Richter die Jahresgruppe Liebeskunstwerk
www.liebeskunstwerk.org

und gemeinsam mit Sharan Thomas Gärtner das Männerjahrestraining
www.liebe-zum-mannsein.de

 

 

 

 

 

 

 

Liebeskunstwerk Jahresgruppe 2019

Das erotische Selbst:                                             28.03. – 31.03. 2019
Klarheit in Beziehungen:                                     29.05. – 02.06. 2019
Liebe, Sex und Wahrheit:                                     29.08. – 01.09
. 2019
Wilder Frieden                                                       
16.10. – 20.10. 2019